Siebenthaler Delta
Sumpfige Geheimnisse

Siebenthaler Delta

Das Siebenthaler Delta ist ein nebliges, geheimnisvolles Flussdelta voller Gefahren und Schätze, das Siegelstein Nahrung und Schutz liefert.

"Im Delta wächst Heilkraut und Giftpflanze dicht beieinander, wer die Pflanzen nicht kennt, sollte vorsichtig sein."
- Freya Grünkraut, Kräuterkundlerin aus Siegelstein

Offene Informationen

Außen

Das Siebenthaler Delta breitet sich in einem Flickenteppich aus Schilf, knorrigen Weiden und träge dahinfließenden Nebenarmen des Stroms aus. Nebel liegt oft schwer über dem Wasser, und nur selten durchdringen Sonnenstrahlen das dichte Blätterdach.
Überall zirpen Insekten, Frösche quaken, und hin und wieder gleitet ein dunkler Schatten durchs Wasser. Verfallene Holzstege und vereinzelte Fischerhütten ragen aus dem Sumpf, halb versunken und von Moos überzogen. Am Horizont schimmert die Weite der Hungernden See, wo Süß- und Salzwasser ineinanderfließen.

Bedeutung

Das Siebenthaler Delta ist eine wichtige Nahrungsquelle für die Stadt Siegelstein, da es reich an Fischen und Wildkräutern ist. Zudem ist es ein natürlicher Schutzwall, Feinde wagen sich nur ungern in das unwegsame Gelände. Manche Händler nutzen versteckte Kanäle, um Zölle oder neugierige Augen zu umgehen. Auch für Magier und Alchemisten birgt das Delta Seltenheiten wie Sumpfkräuter oder glimmende Pilze. So ist das Delta ein Ort zwischen Gefahr, Nutzen und Geheimnis, stets mit einem Hauch Unheimlichkeit.

Informationen für die Spielleitung

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Innen

Im Inneren des Deltas sind die Pfade unübersichtlich, verschlungen und von dichtem Grün überwuchert. Alte Bäume ragen wie Säulen in den Himmel, ihre Wurzeln bilden natürliche Brücken und Tümpel. Zwischen schmalen Wasserarmen finden sich kleine Lichtungen, auf denen Kräuter, Pilze und seltene Blumen wachsen. Verlassene Feuerstellen und zerbrochene Netze deuten darauf hin, dass Fischer und Jäger hier oft verweilen. Tiefe Wasserlöcher und plötzliche Strömungen machen jede Bewegung riskant und unvorhersehbar.

Hüter des Deltas

Einige kennen das Delta besser als andere. Einer von ihnen ist Sumpfhüter Graksh Mooszahn, ein hagerer alter Ork mit wettergegerbtem Gesicht und grauen Haarsträhnen. Er trägt einfache, Leinengewänder, bedeckt von Moos und ist meist barfuß im Sumpf unterwegs. Graksh ist misstrauisch gegenüber Fremden, doch sein Wissen über Pflanzen, Tiere und versteckte Pfade ist unübertroffen. Wer ihr Vertrauen gewinnt, erhält Zugang zu Geheimnissen des Deltas, die sonst verborgen blieben.

Weitere Begegnungen

  • Jarl Fennewacht, kräftiger, junger menschlicher Fischer mit blondem Haar, freundlich, aber sehr abergläubisch.
  • Mora Trübwasser, zierliche Halbling-Frau mit Sommersprossen, listig und geschwätzig, die als Wildsammlerin lebt.
  • Borag Schilffang, breitschultriger Halbork mit grüner Haut, stoisch und wortkarg, der Fallen für Wildtiere stellt.

Herausforderungssituation

Die Charaktere stoßen im dichten Nebel des Deltas auf ein kleines geplündertes Lager. Wenn sie es untersuchen, finden sie Spuren von einem Kampf und Hinweise darauf, dass jemand von dort weggezerrt wurde. Verfolgen Sie die spuren, stoßen sie früher oder später auf seltsame Gesänge und das rhythmische Schlagen von Trommeln. Zwischen knorrigen Wurzeln und Schilf hat eine Gruppe von Echsenmenschen einen Opferaltar aus Schlamm und Steinen, dekoriert mit Knochen und Unrat, errichtet. Auf dem Altar windet sich ein gefesselter Mensch, dessen Schicksal besiegelt scheint. Die Echsenmenschen sind fanatisch, sie beten einen Gott der Flut und des Schlammes an, ihr Schamane will das Herz des Opfers mit einem Obsidianmesser darbringen. Sollte der Gefangene gerettet werden, stellt er sich als Moran Trübauge vor, einem Glücksritter, der ein Gerücht vernommen hat, ein Schwarzdrache mit einem Ei soll im Delta sein Unwesen treiben.

Trivia

  • Manche behaupten, dass im Delta Irrlichter umherziehen, die Reisende in den Tod locken.
  • Das Wasser schmeckt oft leicht salzig, ein Zeichen der nahen See.
  • Einige der alten Bäume im Delta haben eingekerbte Zeichen, die weder von Axt noch Messer stammen, sondern aussehen, als natürlich entstanden.

Gerücht / Aufgabe

Fischer erzählen flüsternd, dass ein junger Schwarzer Drache im Delta gesichtet wurde. Sein Atem soll giftig sein, und die Pflanzen in seiner Nähe verwelken in einem unnatürlichen Schwarzgrün. Manche behaupten, er habe ein Ei verborgen, das er mit tödlicher Wut verteidigt. Ob das Ei wirklich existiert, weiß niemand, aber die Gerüchte haben bereits Söldner und Glücksritter in das Delta gelockt. Andere munkeln, der Drache selbst sei noch schwach, doch bald werde er das Delta zu seinem Revier machen.

SL-Querverweise

Querverweise

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