Schwarzhammer Kohleminen
Die Schwarzhammerminen sind ein bedeutender Kohlelieferant in den Ausläufern des Weißen Rückens, dessen Stollen von Zwergen betrieben und von Runenmagie stabilisiert werden, während das Leben der Arbeiter von harter Arbeit, strenger Führung und fester Gemeinschaft geprägt ist.
Offene Informationen
Außen
Die Schwarzhammerminen liegen in den felsigen Ausläufern des Weißen Rückens, umgeben von kargen Hängen. Vor dem Mineneingang stehen mehrere zwergische Steinauten: schlichte, gedrungene Barracken für die Arbeiter und ein einzelner, runder Wachturm der die Minen bewacht. Der Eingang selbst ist ein großes steinernes Tor, das immer offen steht und den dunklen Schacht dahinter freigibt. Rauch steigt schwach aus den Schornsteinen der Barracken.
Bedeutung
Die Schwarzhammerminen sind der wichtigste Kohlelieferant für Siegelstein und für die Schmieden der nahen Zwergenstadt Khar Moldur. Ohne die regelmäßigen Lieferungen stocken Feuerstellen und Werkstätten, was die gesamte Region empfindlich schwächen könnte. Für Siegelstein ist die Mine wirtschaftlich bedeutsam, da sie Händler und Schmiede gleichermaßen versorgt.
Informationen für die Spielleitung
Innen
Im Inneren der Mine ziehen sich breite, abgestützte Stollen durch das Gestein, deren Balken aus dunklem Kiefernholz gefertigt sind. Rußspuren an den Wänden zeugen vom Kohleabbau, dazwischen finden sich zwergische Runensymbole die einem Runenschmied in die Stützen geritzt wurden, um sie stabiler zu machen. Einige Gänge sind eingestürzt, andere hallen unheimlich von tropfendem Wasser und fernen Geräuschen wider.
Vorarbeiterin
Die Minen gehören Torrok Schwarzhammer, einem Zwerg mit langem schwarzen Bart, der in Siegelstein lebt. Er ist ein entschlossener, ehrgeiziger Mann und Oberhaupt des Clans der Schwarzhammer. Vor Ort vertritt ihn seine Vorarbeiterin Dagna Erzmark, eine kräftige Zwergin mit grauen Augen, deren Zopf stets straff geflochten ist. Dagna ist pragmatisch, schweigsam und bei den Arbeitern respektiert. Sie ist streng aber korrekt.
Weitere Begegnungen
- Balrik Eisenfaust: Ein junger Zwerg mit schütterem Bart, kräftigen Armen und stets rußverschmiertem Gesicht, arbeitet voller Eifer in den Stollen, aber träumt davon, einmal eine eigene Schmiede in Siegelstein zu eröffnen.
- Hilda Steinrufer: Eine alte Zwergin mit wettergegerbtem Gesicht, erfahrene Köchin und Versorgerin, die in den Barracken alle Arbeiter mit kräftigen Mahlzeiten versorgt und immer einen Rat auf Lager hat.
- Joran Kupferbart: Ein stämmiger, geselliger Zwerg mit breitem Lachen, beaufsichtigt als Wächter die Minen.
- Keldrun Runenschmied: Ein junger Lehrling aus Khar Moldur mit neugierigem Blick und unsicheren Bewegungen, der lernt, Werkzeuge und Stützbalken mit schützender Runenmagie zu versehen; schüchtern, aber wissbegierig.
Herausforderungssituation
Ein Teil der Mine droht einzustürzen. Holzstützen sind gebrochen, und ein Schacht könnte bald zusammenfallen. Die Charaktere müssen schnell entscheiden: versuchen sie, mit Kraft und Geschick die Stützbalken zu ersetzen, die verschütteten Arbeiter zu retten oder den Einsturz für ihre Flucht zu nutzen?
Trivia
- Viele der Arbeiter tragen Clanwappen von Khar Moldur, da Bergarbeit hier oft eine Familientradition ist.
- Die Schwarzhammerminen sind für ihre besonders reine Kohle bekannt, die beim Schmieden weniger Schlacke hinterlässt und daher bei Zwergenschmieden hochgeschätzt ist.
- Jeden Abend wird in den Barracken eine kurze „Schichtfeier“ abgehalten, bei der Moldbräu aus Khar Moldur ausgeschenkt und Arbeiterlieder gesungen werden.
- Der Wachturm vor den Minen dient nicht nur der Sicherheit, sondern auch als Signalstation: Mit großen Metallglocken werden Schichtwechsel eingeläutet.
Gerücht / Aufgabe
- Die Charaktere werden von Dagna Erzmark, der verzweifelten Verwalterin einer stillgelegten Kohlemine, beauftragt, den Wahnsinn einiger der Minenarbeiter zu untersuchen. In den verlassenen Stollen hallen geisterhafte Stimmen und Pickhiebe, bis die Charaktere auf die verfluchten Zwerge treffen, halb geisterhaft, halb körperlich, von schmerzvollem Wahnsinn getrieben, die alles angreifen, was ihnen begegnet. Tief im Berg stoßen sie schließlich auf die Ursache. Eine unnatürlich pulsierende Erzader, schwarz wie Kohle, durchzogen von roten Adern, aus denen die verderbte Energie Abyssias in die materielle Welt sickert. Diese dämonische Magie hat die Zwerge verdorben und die Mine verseucht. Nun müssen die Charaktere entscheiden, ob sie die Ader zerstören, mit Magie bannen oder gar bergen, jede Wahl bringt Gefahren. Die Befreiung der gequälten Seelen könnte ihnen Dagnas Dank sichern, doch das dunkle Erz selbst lockt mit unheilvollen Möglichkeiten.
- Joran Kupferbart spricht die Charaktere darauf an, dass eine Versorgungskarawane schon vor einigen Tagen hätte ankommen müssen. Die Arbeiter sind beunruhigt, da diese Waren dringend für die Wartung der Loren und Werkzeuge und für die Verpflegung gebraucht werden.
